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Artenschutz durch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm(EEP)
Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEP) wurden 1985 gegründet, um Zuchtpopulationen in Zoos europäischer Länder koordinierter aufbauen zu können und Artenschutz zu gewährleisten. Anfangs ging es ausschließlich darum, die Tierarten der Zoos ohne Zuwachs über neue Tiere aus Wildfängen zu erhalten. Und zwar so, dass sie sich von wilden Populationen nicht unterscheiden. Dabei muss natürlich Inzucht, bei der die genetische Vielfalt verloren geht, vermieden werden. Und genau um dies zu vermeiden, bedarf es einer guten Koordination der Zoos untereinander.

Zu Beginn gab es siebzehn Europäische Erhaltungszuchtprogramme, die verzeichnet werden konnten. Mit dabei das EEP für den Kleinen Panda, die Europäische Fischotter und der Kongopfau. Seit 1990 verschiebt sich der Schwerpunkt auf in der Natur vom Aussterben bedrohte Tierarten. Die unabhängigen Europäischen Erhaltungszuchtprogramme wurden 1992 in den Europäischen Zooverband (European Association of Zoos and Aquaria EAZA) eingegliedert, in dem sie bis heute einer der Hauptaktivitäten darstellen. Über ca. 150 EEP gibt es aktuell, die mehrheitlich für die Erhaltung von Säugetieren und unter anderem für Fische, Vögel, Amphibien, Reptilien und Wirbellose verantwortlich sind. Bis zu 350 teilnehmende Zoos können bisher verzeichnet werden. Auch wenn noch nicht alle bedrohten Tierarten in Programmen für deren Artenschutz erfasst sind, so ist es doch beachtlich was bisher schon geleistet wurde.


EEP

Zucht-Koordination mit Zuchtbüchern

Jeder Zoo, der Artenschutz betreibt, betreut innerhalb der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme eine einzige Tierart. Dabei kommt dem Zucht-Koordinator die schwierigste Aufgabe zu. Er muss genau wissen, wie es um die Verwandtschaftsverhältnisse seiner zu betreuenden Tierart bestellt ist. Er muss wissen, welche Tiere sich am besten fortpflanzen können, damit es nicht zu Inzucht kommen kann. Darauf folgt eine genetische und demographische Analyse der Population, um Aufschluss über die genetische Repräsentation der ersten Tiere der Zuchtreihe zu erhalten. Als Population werden hierbei alle Tiere gleicher Art, die aber in verschiedenen Zoos leben, angesehen. Dabei werden die Analysen umso schwieriger und komplizierter, je länger sich die zu züchtende Tierart in menschlicher Obhut befindet. Sind alle Analysen abgeschlossen und alle Daten im Europäischen Zuchtbuch (European Studbook, ESB) gesammelt, kann anhand der Daten im Zuchtbuch festgelegt werden, wer für den Nachwuchs sorgen darf und somit den Artenschutz gewährleistet. Damit dies aber auch zu möglichst vielen unterschiedlichen Paarungen kommen kann, müssen die an den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen teilnehmenden Zoos ihre Tiere innerhalb der Programme austauschen. Um sich zu beraten und Reports zu geben, treffen sich die EEP-Koordinatoren jährlich bei der Jahrestagung des Europäischen Zooverbandes. Darüber hinaus ist man bestrebt, sich selbst erhaltende, gesunde Populationen zu züchten. Die Populationen sollen im eigentlichen Sinne nicht zu faulen Tieren werden, die den ganzen Tag Delikatessen bekommen, sondern sie sollen wieder ausgewildert werden können, um den Artenschutz in der Wildnis zu gewährleisten.

Zuchtprogramme der EEP und erfolgreiche Züchtungen

Unter anderem zählen folgende unter Artenschutz stehende Tierarten zu den Zuchtprogrammen der EEP, an denen sich viele Zoos in Deutschland beteiligen: Rothschild-Giraffe, Flachland-Tapir, Sumatra-Orang-Utan, Roter Panda, Humboldt-Pinguin, Przewalskipferd Kaiserschnurrbart-Tamarin, Nordchinesischer Leopard, Mandschuren-Kranich, Mandrill, Asiatischer sowie Afrikanischer Elefant, Sibirischer Tiger, Andenkondor, Bartgeier, Onager, Weißgesichtsaki, Rothalsstrauß, Okapi und viele mehr. Innerhalb der Europäischen Erhaltungszuchtprogramme werden über 120 vom Aussterben bedrohte Tierarten verwaltet. Zuchterfolge gab es in den letzten Jahren unter anderen beim Sumatra-Orang-Utan, Mandrill, Südamerikanischen Seebär, Kaiserschnurrbart-Tamarin, Sibirischen Tiger und Südamerikanischen Riesenotter, Nordchinesischen Leopard, Eisbär, Asiatischen Elefant und bei vielen weiteren.

 

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